11 sep Holzarten

3 umweltfreundliche Alternativen zu tropischem Hartholz

Holz ist ein Naturprodukt und an sich nur minimal belastend für die Umwelt. Allerdings sorgt das Verschwinden der Tropenwälder und die weltweite Verschiffung tropischer Hartholzarten für große Umweltprobleme. Deswegen sind umweltfreundliche Alternativen zu tropischem Hartholz notwendig wie: europäisches Hartholz, vernachhaltigtes Holz und nachhaltiges Holz.

Möchten Sie alles über diese Alternativen und Tipps zur Wahl von umweltfreundlichem sowie nachhaltigem Holz erfahren? Dann lesen Sie weiter!

Tropisches Hartholz vs. europäisches Hartholz

Tropisches Hartholz zeichnet sich durch eine hohe Nachhaltigkeit und lange Lebensdauer aus, ist jedoch nicht immer die beste Wahl für die Umwelt. Die weltweite Verschiffung von Holzarten sorgt für CO2 Ausstoß und zusätzlich verschwinden immer mehr tropische Wälder. Glücklicherweise stammen Hartholzarten nicht nur aus den Tropen, sondern auch ganz einfach aus Europa. Wählen Sie deswegen europäische Hartholzarten, dies sind gute Alternativen zu tropischem Hartholz. Denken Sie an Holzarten wie sibirische Lärche aus Russland, Nobifix Holz, Accoya (mit einer Lebensdauer von 50 Jahren im Erdboden und ganze 100 Jahre oberhalb des Erdbodens) und thermisch modifizierte Esche (die Alternative zu Ipé Hartholz). Diese Holzarten stammen zum Beispiel von Lärchen-, Eschen-, Eichen- und Robinien bäumen. Durch die Nutzung von Hartholzarten aus Europa, kostet der Transport weniger Energie. Möchten Sie weitere Informationen zu diesen europäischen Hartholzarten? Dann lesen Sie unseren Blog: Die Top 5 der nachhaltigen Holzarten aus der Nähe. Oder schauen Sie sich unser Sortiment mit europäischen Hartholz Sichtschutzbrettern und Terrassendielen an.

Vernachhaltigtes Holz

Der Unterschied zwischen vernachhaltigtem und nachhaltigem Holz ist der Herstellungsprozess und die damit verbundenen Konsequenzen für die Umwelt. Vernachhaltigtes Holz ist Holz, das einer Behandlung unterzogen wurde, um die Nachhaltigkeit zu verbessern und auf diese Weise die Lebensdauer zu verlängern. Dies ist auf verschiedene Arten möglich:

Imprägniertes Holz mit einem Gütesiegel

Besonders europäische Nadelholzarten wie Fichten- und Kiefernholz werden unter hohem Druck imprägniert. Diese Behandlung kann allerdings negative Folgen für die Umwelt und Gesundheit der Menschen haben, weil während dieses Vorgangs Gebrauch von giftigen Stoffen gemacht wird. Nehmen Sie deswegen imprägniertes Holz mit dem KOMO-Gütesiegel. Dieses Gütesiegel garantiert Ihnen, dass der Vorgang mit aller erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurde und die Gesundheitsrisiken minimal sind.

Thermisch modifiziertes Holz

Neben einer Imprägnierung kann Holz auch thermisch modifiziert werden. Thermisch modifiziertes Holz wurde auf eine umweltfreundliche Weise behandelt. Während des Prozesses wird mittels einer thermischen Wärmebehandlung eine bessere Dauerhaftigkeitsklasse erzielt. Dabei werden keine Chemikalien verwendet und keine Schadstoffe freigesetzt. Diese Behandlung ist auch für europäische Holzarten geeignet. Gadero liefert zum Beispiel unter anderem thermisch modifizierte Fichte und Kiefer.

Nachhaltiges Holz mit dem PEFC-Gütesiegel

Holz, das mit einem Gütesiegel versehen ist, garantiert Ihnen, dass es aus einem nachhaltig bewirtschafteten Wald stammt. Dadurch wissen Sie, dass der Prozess der Umwelt (nahezu) keinen Schaden zugefügt hat. Solch ein Gütesiegel ist das PEFC-Siegel. In diesen ausgewählten Wäldern wird nur selektiv geschlagen und für jeden geschlagenen Baum ein neuer gepflanzt. Holzprodukte, die aus PEFC-zertifizierten Wäldern stammen, sind an ihrem Etikett zu erkennen. Wählen Sie dabei natürlich trotzdem Holz aus europäischen Wäldern.

Ist Holz ohne Gütesiegel illegal?

Nein, Holz ohne eine Zertifizierung ist nicht automatisch illegal, wenn jedoch das Holz kein Etikett hat, können Sie sich nicht sicher sein, dass das Holz aus einem ökologisch vertretbar bewirtschafteten Wald kommt. Glücklicherweise gibt es die CITES-Liste. Auf dieser Liste stehen alle geschützten Tier- und Pflanzenarten, die nicht frei gehandelt werden dürfen. Darüber hinaus ist jeder Holzhandel dazu verpflichtet, angeben zu können, woher das Holz stammt. Die Europäische Holzhandelsverordnung (EUTR) kontrolliert dies. Das Ziel der EUTR ist dabei, illegal geschlagenes Holz nicht auf dem europäischen Markt zuzulassen.

Tipps für die Wahl von umweltfreundlichem und nachhaltigem Holz

  • Wählen Sie eine Holzart, die sich für Ihren Verwendungszweck eignet. Berücksichtigen Sie dabei, dass Holz aus Europa besser für die Umwelt ist als Holz aus den Tropen.
  • Achten Sie auf das PEFC-Gütesiegel. Dieses Gütesiegel garantiert Ihnen, dass das Holz aus einem nachhaltig bewirtschafteten Wald stammt.
  • Wenn Sie imprägniertes Holz nutzen, sollten Sie auf das KOMO-Gütesiegel achten. So wissen Sie, dass das Holz auf eine ökologisch vertretbare Weise mit chemischen Mitteln behandelt wurde.
  • Sorgen Sie dafür, dass Ihr Holz lange hält, indem Sie eine solide Konstruktion anfertigen und diese gut pflegen.

Jetzt haben Sie alle Informationen, um die richtige Wahl zu treffen. Wählen Sie deswegen aus unseren europäischen Hartholzarten Kastanie, Eiche und Robinie, imprägnierte Fichte und Kiefer sowie thermisch modifizierte Fichte und Kiefer.