22 feb Holzarten

Die 5 nachhaltigsten Holzarten aus eigener Region

Hartholzarten sind natürlich wunderschön für die Verarbeitung im eigenen Garten, allerdings nicht sehr umweltfreundlich. Schon allein die Transporte mit all diesen exotischen Holzarten durch die ganze Welt sorgen für einen enormen Co2 Ausstoß. Suchen Sie nach einer Methode, Ihren ökologischen Fußabdruck zu verringern? Dann wählen Sie „wood from the hood“. Denn in Europa haben wir auch schöne und nachhaltige Holzarten wie Kastanie und Eiche.
 

Interessiert an diesen Holzarten aus der näheren Umgebung? Dann schauen Sie sich nachfolgend unsere Liste mit 5 nachhaltigen „wood from the hood“ Holzarten an.

1. Thermisch modifiziertes Holz

Schon allein in den Niederlanden sind ausreichend Holzarten zu finden. Das Problem ist nur, dass sie nicht allzu nachhaltig sind. Sie können vernachhaltigt werden, diese Methoden sind jedoch auch nicht gleichermaßen umweltfreundlich.  Mit thermischer Modifizierung wurde dafür eine Lösung gefunden. Bei thermischer Modifizierung von Holz werden nur Wasser (in Form von Dampf) und Wärme verwendet. Dadurch verändern sich Holzarten mit Dauerhaftigkeitsklasse 4 - 5, mit einer Lebensdauer von ungefähr 5 bis 10 Jahren, in Holzarten mit Dauerhaftigkeitsklasse 1 - 2. Das bedeutet, dass diese Holzarten mindestens 20 - 25 Jahre halten. 

Holzarten wie Fichte und Kiefer, aber auch Birken- und Pappelholz sind auf diese Weise nachhaltiger zu machen. Thermisch modifizierte Fichte und Kiefer sind beispielsweise für die Verwendung als Fassadenverkleidung oder als Sichtschutzbrett sehr geeignet. Thermoholz ist allerdings etwas brüchig, dadurch sind diese Holzarten für eine Terrasse weniger gut verwendbar. 

2. Robinie 

Robinie ist „Hartholz“ aus Ungarn. Diese Holzart ist hinsichtlich der Nachhaltigkeit gut mit beliebten Hartholzarten zu vergleichen. Robinie ist Insekten sehr gut gewachsen und schon deswegen äußerst nachhaltig. Außerdem stammt dieses Holz viel aus nachhaltig betreuten Wäldern in Ungarn und Bulgarien, wodurch eine Wiederanpflanzung gewährleistet ist. Der Nachteil von Robinie ist, dass das Holz Querfasern hat und sich deswegen gerne verzieht. Das ist der Grund, warum man diese Holzart häufig bei eigenwilligen Rundholzpfosten für eine Umzäunung sieht. Dennoch kann dieses Holz auch keilgezinkt als Terrassendiele verwendet werden.

3. Kastanienholz

Es gibt ausreichend Kastanienbäume in Europa. Kastanienholz kommt deswegen auch nicht aus weiter Ferne. Kastanie hat den Vorteil, dass das Holz sehr hart ist und eine lange Lebensdauer hat. Deshalb ist Kastanie auch unbehandelt prima zu verwenden. Kastanienbäume haben etwas geradere Stämme als Robinienholz, auch wenn die Form ein wenig eigenwillig bleibt. Kastanie wird häufig für Umzäunungen, beispielsweise Zäune und Pfosten, verwendet.

4. Sibirische Lärche

Bei Gadero finden Sie Lärche und sibirische Lärche. Obwohl sie sich namentlich ähneln, ist dies auch schon die einzige Übereinstimmung. Sibirische Lärche ist viel nachhaltiger als europäische Lärche. Bei einer guten Montage hält diese Holzart ganze 20 Jahre, das ist ungefähr das Doppelte von Lärche. Diese Holzart wächst in Russland. Durch das kalte Wetter wachsen diese Bäume langsamer, was zu stabilem und dauerhaftem Holz führt. Sibirische Lärche hat eine schöne gelbe Farbe, eine deutlich gezeichnete Maserung und kleine Aststellen. Dieses Holz wird häufig als Terrassendiele und Fassadenverkleidung verwendet.

5. Eiche

Bei einer Auflistung mit nachhaltigem Holz aus eigener Region darf Eichenholz natürlich nicht fehlen. Diese Holzart wird in den Niederlanden seit Jahr und Tag für verschiedene Holzkonstruktionen verwendet. Eichenholz hat außerdem eine prachtvolle Struktur und viel Charakter. Dazu ist das Holz der Eiche auch noch äußerst dauerhaft und kann ausgezeichnet unbehandelt im Garten verwendet werden. Auch im Innenbereich ist Eichenholz immer noch gleichbleibend beliebt. Bei Gadero finden Sie unterschiedliche Parkettböden aus dieser schönen Holzart. Im Außenbereich ist Eichenholz bei Pforten, Überdachungen und Pergolen zu finden.

Weitere Tipps zur Nachhaltigkeit


Mehr Grün im Garten
Viele Sichtschutzelemente sind aus Hartholz. Das ist auch logisch, es sieht schön aus und hat dazu noch eine lange Lebensdauer. Es gibt allerdings Alternativen, die noch besser für die Umwelt sind. Entscheiden Sie sich beispielsweise für mehr Grün im Garten. Das finden die Tiere schön und es verleiht Ihrem Garten außerdem eine lebendige Ausstrahlung. Dies geht einfach mit unseren gebrauchsfertigen Hecken aus Spindelsträuchern (Euonymus). Oder wählen Sie Sichtschutzelemente aus Kokosfaser, gegen die Sie Kletterpflanzen anwachsen lassen können.

Mehr wiederverwenden
Holz hält häufig viel länger, als wir es nutzen. Es ist ein Produkt, das auch ziemlich einfach wiederzuverwenden ist, wenn es gut montiert und gepflegt wird. Wenn Sie dennoch Hartholz Terrassendielen im Garten möchten, dann nehmen Sie Dielen, die für Clips geeignet sind. Auf diese Weise haben Sie keine Schraublöcher in Ihren Brettern. Dies vereinfacht die Nutzung der Bretter für einen anderen Verwendungszweck, wenn Sie Ihre Terrasse aus dem Garten entfernen, beispielsweise für einen Sichtschutz.

Weniger Verschwendung
Bei einem Hartholzbaum kann es ganze 80 Jahre dauern, bis er groß genug zum Fällen ist. Es ist also etwas verrückt, dass Terrassen aus Hartholzbrettern schon nach 5 Jahren ausgetauscht werden, nur weil Sie sich zufällig sattgesehen haben. Schleifen oder hobeln Sie Ihre Terrassendielen oder lasieren Sie diese neu, so sieht Ihre Terrasse auch wieder frisch aus. Platzieren Sie noch ein paar schöne Blumenkästen mit neuen Pflanzen, stellen Sie Ihre Gartenmöbel um oder wählen Sie eine nachhaltige Terrassenbeleuchtung und Ihr Garten sieht gleich ganz anders aus. Wir sagen, bemühen Sie sich, das Holz so lange wie die Wachstumsdauer des Baumes zu verwenden. Mit einer guten Montage und sorgfältiger Pflege ist dies auch ausgezeichnet möglich.