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Kiefernholz

Preiswert & vielseitig – Einfach zu bearbeiten – Markante Maserung

Kiefernholz ist ein bekanntes Nadelholz und zeichnet sich durch seine auffällige, lebendige Maserung aus. Es stammt von der Waldkiefer (Pinus sylvestris). Diese Holzart ist besonders beliebt als Konstruktionsholz, für robuste Innenböden und – vor allem nach einer Imprägnierung – als preiswertes und äußerst beliebtes Holz für den Gartenbereich.

Europäische Kiefer besitzt eine Rohdichte von etwa 400 bis 600 kg/m³ und ist damit eine vergleichsweise leichte, aber dennoch stabile Holzart.

Technische Daten auf einen Blick

  • Farbe & Struktur: Charakteristische gelbliche bis hellbraune Farbe mit mittelfeiner Maserung und deutlicher Fladerung

  • Formstabilität: Mittel. Das Holz reagiert auf Schwankungen der Luftfeuchtigkeit und kann daher leicht schwinden oder quellen.

  • Dauerhaftigkeitsklasse: Unbehandelt: Klasse 5 · Imprägniert: Klasse 3–4

  • Lebensdauer*: Unbehandelt: ca. 5 Jahre · Imprägniert: 10–15 Jahre

  • Geeignet für: Zäune, Terrassenüberdachungen, Blockhausböden

  • Vorteile: Sehr preiswert, leicht zu bearbeiten, vielseitig einsetzbar, nimmt Imprägniermittel gut auf

  • Nachteile: Ohne Behandlung nicht dauerhaft, enthält Harztaschen, viele Äste und Astansätze, arbeitet vergleichsweise stark

  • Herkunft: Europa

  • Vergleichbare Holzarten: Fichtenholz

*Bei fachgerechter Montage und Pflege.

Vor- und Nachteile

asset

Vorteile

  • Sehr preiswert: Kiefernholz gehört zu den günstigsten Holzarten auf dem Markt.

  • Leicht zu bearbeiten: Es lässt sich problemlos sägen, bohren, fräsen und verschrauben.

  • Vielseitig einsetzbar: Geeignet für leichte Konstruktionen ebenso wie für Verkleidungen und Ausbauten.

  • Nimmt Imprägniermittel gut auf: Dadurch eignet sich Kiefer hervorragend für die Herstellung von langlebigem Gartenholz.

Nachteile

  • Ohne Behandlung nicht dauerhaft: Unbehandeltes Kiefernholz ist im Außenbereich nur begrenzt haltbar und kann relativ schnell verrotten.

  • Enthält Harztaschen: Bei höheren Temperaturen kann Harz austreten und klebrige Stellen auf der Oberfläche verursachen.

  • Viele Äste und Astansätze: Diese sorgen für eine rustikale Optik, können jedoch je nach Geschmack etwas unruhig wirken.

  • Starkes Arbeiten des Holzes: Unter Einfluss von Feuchtigkeit und Witterung kann sich Kiefernholz stärker verziehen oder Risse bilden als viele Harthölzer.

Eigenschaften & Anwendungsbereiche

Bei Kiefernholz ist ein leichter Farbunterschied zwischen Kernholz und Splintholz erkennbar. Frisch gesägte Kiefer fällt sofort durch ihre markante Maserung und den angenehmen, leicht harzigen Duft auf.

Im Allgemeinen ist Kiefernholz etwas zäher als Fichtenholz. Der auffälligste Unterschied zur Fichte liegt im deutlich höheren Anteil an Ästen und Astansätzen, die als dunkle runde Strukturen sichtbar sind. Der Farbunterschied zwischen beiden Holzarten ist dagegen eher gering.

In Kiefernholz können sowohl Astansätze als auch Harztaschen vorkommen. Für die meisten Anwendungen im Gartenbereich stellen diese keine Einschränkung dar und unterstreichen vielmehr den natürlichen Charakter des Holzes.

Wird Kiefernholz imprägniert – beispielsweise durch eine Kesseldruck- oder Celfix-Imprägnierung – erhöht sich seine Haltbarkeit im Außenbereich deutlich. Frisch imprägniertes Holz weist zunächst häufig einen charakteristischen grünlichen Farbton auf. Dieser verschwindet jedoch nach einigen Monaten durch die Einwirkung von Sonne, Wind und Wetter.

Montage- und Verarbeitungstipps

Bearbeitung

Kiefernholz lässt sich sehr gut sägen, bohren, fräsen und schleifen. Für ein optimales Ergebnis empfehlen wir scharfes Werkzeug. Besonders bei schnell gewachsener Kiefer können sonst feine Holzfasern auf der Oberfläche entstehen.

Befestigung

Das Holz lässt sich problemlos nageln und verschrauben. Vorbohren ist in der Mitte von Brettern meist nicht erforderlich, wird jedoch an den Enden empfohlen, um ein Aufspalten des Holzes zu vermeiden.

Wahl der Schrauben

Für Anwendungen im Außenbereich empfehlen wir beschichtete Holzschrauben oder Edelstahlschrauben. So lassen sich Rostflecken rund um die Schraubenköpfe vermeiden.

Harzaustritt

Tritt bei warmem Wetter Harz aus dem Holz aus, sollte dieses zunächst in der Sonne aushärten. Anschließend lässt es sich vorsichtig mit einem Spachtel oder Kunststoffschaber entfernen.

Pflege

Imprägniertes Kiefernholz im Außenbereich

Für die Haltbarkeit benötigt imprägniertes Kiefernholz grundsätzlich keine zusätzliche Behandlung. Möchten Sie das Holz jedoch vor Vergrauung schützen oder ihm eine bestimmte Farbe verleihen, empfehlen wir die Behandlung mit einer deckenden oder transparenten Holzschutzlasur.

Bei frisch imprägniertem Holz sollte man einige Monate warten, bis überschüssige Imprägnierstoffe ausgewaschen sind und das Holz ausreichend trocken ist.

Unbehandeltes Kiefernholz im Innenbereich

Wird Kiefer als Fußboden oder für Möbel verwendet, empfiehlt sich eine Behandlung mit Holzlack, Wachs oder Öl. Dadurch wird das Eindringen von Schmutz und Feuchtigkeit verhindert und die Oberfläche langfristig geschützt.

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