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Tigerwood

Einzigartiges Tigerstreifen-Muster – extrem langlebig (Klasse 1) – sehr formstabil (bei fachgerechter Trocknung)

Wenn Sie auf der Suche nach einer Holzart sind, mit der Sie wirklich ein Statement setzen, dann ist Tigerwood (im Holzhandel besser bekannt als Muiracatiara) genau das Richtige. Wie der Name schon vermuten lässt, zeichnet sich dieses tropische Hartholz durch ein spektakuläres Farbspiel aus. Durch das gelb- bis dunkelbraune Holz ziehen sich unregelmäßige, dunkle „Adern“, die stark an Tigerstreifen erinnern. Dadurch erhält Ihre Terrasse oder Ihr Boden eine außergewöhnlich exklusive und lebendige Ausstrahlung. Neben der Optik ist es ein echtes Kraftpaket mit einer Lebensdauer von mehreren Jahrzehnten. Man muss das ausdrucksstarke Muster natürlich mögen – aber für Liebhaber gibt es kaum etwas Beeindruckenderes.

Technische Daten im Überblick

  • Farbe & Struktur: Warme Mischung aus hellbraun bis tief dunkelbraun mit markanten schwarzen oder dunkelbraunen unregelmäßigen Streifen („Adern“). Feine Maserung.

  • Formverhalten: Gering. Bei werkseitiger Kammertrocknung (KD) ist das Holz sehr stabil und formfest.

  • Dauerhaftigkeitsklasse: Klasse 1 (sehr dauerhaft).

  • Lebensdauer*: 30 bis 40 Jahre (bei fachgerechter Montage und ausreichender Belüftung).

  • Geeignet für: Auffällige Terrassendielen, hochwertige Innenböden, Gartenmöbel, Tischplatten, Treppen und Wandverkleidungen.

  • Vorteile: Extrem langlebig, einzigartige Optik, sehr widerstandsfähig gegen Schmutz und Abrieb.

  • Nachteile: Sehr hart und schwer zu bearbeiten, Streifen verblassen beim Vergrauen, sehr prägnantes Muster nicht für jeden Stil geeignet.

  • Herkunft: Südamerika (vor allem Brasilien).

  • Vergleichbare Holzarten: Ipé (hinsichtlich Haltbarkeit), Nussbaum und Kirschbaum (optisch im Innenbereich).

*Bei korrekter Verlegung und Pflege.

Vor- und Nachteile

asset

Vorteile

  • Einzigartige Optik: Das Tigerstreifen-Muster sorgt für ein spektakuläres, luxuriöses Erscheinungsbild, das mit keiner anderen Holzart vergleichbar ist.

  • Extrem lange Lebensdauer: Dank Dauerhaftigkeitsklasse 1 erreicht Tigerwood problemlos 30 bis 40 Jahre Nutzungsdauer.

  • Sehr stabil und formfest: Durch die technische Trocknung (KD) verziehen sich die Dielen nur minimal.

  • Pflegearm und widerstandsfähig: Die hohe Dichte sorgt dafür, dass das Holz kaum Feuchtigkeit und Schmutz aufnimmt.

Nachteile

  • Sehr hartes Material: Aufgrund der hohen Dichte ist die Bearbeitung (Sägen, Bohren) anspruchsvoll.

  • Verlust des Kontrasts beim Vergrauen: Unbehandelt verblasst das markante Streifenmuster mit der Zeit und tritt optisch in den Hintergrund.

  • Vorbohren zwingend erforderlich: Ohne Hartmetallbohrer besteht hohe Gefahr von Rissbildung oder Schraubenbruch.

  • Geschmacksfrage: Das starke, kontrastreiche Muster ist sehr dominant und nicht für jede Gestaltung geeignet.

Eigenschaften & Anwendungen

Tigerwood (auch bekannt als Muiracatiara, Dibétou oder einfach Tigerholz) weist eine große natürliche Farbvielfalt auf. Die Dielen können stark variieren: von deutlich ausgeprägten schwarzen Streifen bis hin zu feineren, dezenten Linien. Diese natürliche Unregelmäßigkeit ist ein wesentlicher Teil seines besonderen Charmes.

Durch die werkseitige Kammertrocknung (Premium-Qualität) ist das Holz sehr formstabil und wird nicht nur im Außenbereich als Terrassendiele oder Fassadenverkleidung eingesetzt, sondern auch im Innenbereich für exklusive Parkettböden geschätzt. Aufgrund seiner optischen Ähnlichkeit zu europäischem Nuss- und Kirschholz wird Tigerwood sogar im Instrumentenbau und für dekoratives Furnier verwendet.

Montage- und Verarbeitungstipps

  • Hochwertiges Werkzeug verwenden: Tigerwood ist extrem hart und erfordert scharfe Hartmetallwerkzeuge, um Brandspuren beim Sägen zu vermeiden.

  • Immer vorbohren: Vor dem Verschrauben unbedingt alle Löcher vorbohren, sonst besteht hohe Splitter- und Rissgefahr. Verwenden Sie stabile Edelstahlschrauben (z. B. 5×50 mm).

  • Fugen und Belüftung beachten: Im Außenbereich stets 8–10 mm Abstand zwischen den Dielen einhalten. Unterkonstruktionen müssen eine ausreichende Belüftung ermöglichen (mind. 15 cm Luft unter der Terrasse). Balkenabstand ca. 40 cm (mind. 4,5 × 7 cm).

  • Dachterrassen: Bei Verlegung auf festen Untergründen Gummipads verwenden und mindestens 2,5 cm Abstand zu Wänden und Rändern einhalten.

Pflege

Unbehandelt vergraut Tigerwood im Außenbereich zu einem gleichmäßigen Silbergrau. Dabei tritt das charakteristische Streifenmuster zunehmend in den Hintergrund. Interessanter Effekt: Nach Regen wird das Muster kurzzeitig wieder deutlich sichtbar.

Wenn die warme, rotbraune Farbe und das markante Tigerstreifenbild erhalten bleiben sollen, empfiehlt sich eine regelmäßige Behandlung mit pigmentiertem Hartholzöl.

Da das Holz sehr hart ist, bleibt Schmutz überwiegend oberflächlich. Regelmäßiges Fegen – insbesondere im Herbst – verhindert die Bildung von Algen und damit verbundene Rutschgefahr.