Kapur
Eine hervorragende Alternative zu Bankirai – Charakteristischer frischer Kampferduft – Vielseitig und preiswert
Wer eine hochwertige, aber preisgünstigere Alternative zu Bankirai sucht, trifft mit Kapur eine ausgezeichnete Wahl. Dieses Hartholz aus Südostasien (Indonesien oder Malaysia) ist seit Jahren ein bewährter Klassiker im Garten- und Terrassenbau. Kapur (auch als Kapoer bekannt) wird vor allem als robuste Terrassendiele eingesetzt, findet aber ebenso Verwendung als Gartenpfosten, Unterkonstruktion oder Zaunbrett. Preislich ist Kapur äußerst attraktiv und bietet im Vergleich zum günstigeren Keruing-Holz deutlich bessere Werte hinsichtlich Stabilität, Dauerhaftigkeit und Formbeständigkeit. Ein interessantes Detail: Frisch gesägtes Kapur verströmt beim Bearbeiten einen angenehm frischen Kampferduft.
Technische Daten auf einen Blick
Farbe & Struktur: Schöne Farbvielfalt von hell rötlichbraun bis dunkel rötlichbraun.
Schwind- und Quellverhalten: Mittel bis hoch. Kapur arbeitet etwas stärker als Bankirai, daher sind ausreichende Fugen bei der Montage wichtig.
Dauerhaftigkeitsklasse: Klasse 2 (sehr dauerhaft).
Lebensdauer*: 15 bis 20+ Jahre (bei oberirdischer Verwendung im Außenbereich).
Geeignet für: Terrassen, Sichtschutzzäune, Unterkonstruktionen und Gartenpfosten.
Vorteile: Preiswert, warme Farbgebung, hohe Festigkeit und gute Verarbeitbarkeit.
Nachteile: Enthält Gerbsäure (schwarze Flecken bei Kontakt mit Stahl), kann anfangs stark ausbluten und weist ein etwas stärkeres Quell- und Schwindverhalten auf.
Herkunft: Indonesien oder Malaysia
Vergleichbare Holzarten: Bankirai, Massaranduba, Mukulungu
*Bei fachgerechter Montage und regelmäßiger Pflege.
Vor- und Nachteile
Vorteile
Attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis: Deutlich günstiger als Bankirai, bei vergleichbar hochwertiger Optik.
Vielseitig einsetzbar: In zahlreichen Querschnitten erhältlich und daher sowohl für Terrassendielen als auch für Unterkonstruktionen geeignet.
Bessere Alternative zu Keruing: Verzieht sich deutlich weniger und bietet eine insgesamt höhere Holzqualität.
Angenehmer Duft: Der leichte Kampfergeruch macht das Sägen und Bearbeiten besonders angenehm.
Nachteile
Ausbluten des Holzes: In den ersten Monaten können rotbraune Inhaltsstoffe durch Regen ausgewaschen werden und Flecken auf Pflasterflächen verursachen.
Gerbsäuregehalt: Die enthaltenen Säuren reagieren stark mit Eisen oder verzinktem Stahl und können schwarze Verfärbungen verursachen.
Stärkeres Arbeiten des Holzes: Kapur reagiert auf Feuchtigkeit und Trockenheit, weshalb eine zu enge Montage vermieden werden sollte.
Werkzeugverschleiß: Das Holz enthält mikroskopisch kleine Silikatpartikel, die Sägeblätter und Werkzeuge schneller abstumpfen lassen.
Eigenschaften & Anwendungsbereiche
Kapur ist ein echtes Schwergewicht unter den Harthölzern und zeichnet sich durch seine hohe Festigkeit aus. Die Dielen überzeugen mit einer attraktiven Farbpalette von hellen bis dunklen Rottönen. Da das Holz von Natur aus leicht ölhaltig sein kann, treten gelegentlich dunkle oberflächliche Flecken auf oder Schmutz haftet etwas stärker an. Diese lassen sich jedoch problemlos durch leichtes Anschleifen entfernen. Anschließend kann das Holz direkt mit einem hochwertigen Hartholzöl behandelt werden.
Wir sind der Überzeugung, dass Holz möglichst so lange genutzt werden sollte, wie der Baum für sein Wachstum benötigt hat. Ein Kapur-Baum benötigt mehr als 75 Jahre, um die erforderliche Größe für die Nutzung zu erreichen. Deshalb setzen wir auf hochwertige Produkte, die über Jahrzehnte hinweg verwendet und anschließend wiederverwendet werden können. Auch Sie können dazu beitragen: Ersetzen Sie Ihre Hartholzterrasse nicht unnötig früh oder geben Sie den Dielen nach ihrer ersten Nutzung ein zweites Leben, beispielsweise als Zaun oder Sichtschutz. So schaffen wir gemeinsam einen nachhaltigen Materialkreislauf.
Montage- und Verarbeitungstipps
Edelstahl ist Pflicht
Da Kapur einen hohen Gerbsäureanteil besitzt, darf das Holz niemals mit Eisen oder verzinktem Stahl in Kontakt kommen. Verwenden Sie ausschließlich hochwertige Edelstahlschrauben der Qualität A2 oder A4, um Korrosion und dauerhafte schwarze Flecken im Holz zu vermeiden.
Immer vorbohren
Aufgrund der hohen Härte des Holzes ist Vorbohren unerlässlich. Dadurch verhindern Sie das Spalten des Holzes sowie das Abbrechen von Schrauben.
Ausreichende Fugen einhalten
Da Kapur etwas stärker arbeitet als Bankirai, sollten zwischen den Terrassendielen ausreichend Dehnungs- und Belüftungsfugen vorgesehen werden. Empfehlenswert sind mindestens 7 bis 10 mm Abstand, abhängig von der Breite der Diele.
Vorsicht bei Pflasterflächen
Kapur kann in den ersten Wochen nach der Verlegung relativ stark ausbluten. Verlegen Sie das Holz daher möglichst nicht direkt über hochwertigen, porösen Terrassenplatten ohne ausreichende Entwässerung. Das austretende rötlichbraune Wasser kann hartnäckige Flecken verursachen.
Pflege
Halten Sie Ihre Terrasse sauber, indem Sie sie regelmäßig kehren. Sollten durch Witterungseinflüsse dunkle oder fettige Flecken entstehen, können diese einfach abgeschliffen werden. Wie jedes andere Außenholz entwickelt auch Kapur unbehandelt mit der Zeit eine gleichmäßige silbergraue Patina.
Wenn Sie die ursprüngliche warme rötlichbraune Farbgebung erhalten möchten, empfehlen wir eine regelmäßige Behandlung – beispielsweise einmal jährlich im Frühjahr – mit einem hochwertigen pigmentierten Hartholzöl. Achten Sie dabei darauf, dass das Holz vor der Behandlung vollständig trocken ist, damit das Öl optimal einziehen kann.