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Massaranduba

Oft günstiger als Bankirai – Extrem hart und verschleißfest – Wunderschöne dunkle purpurbraune Farbgebung

Massaranduba (auch unter dem markanten Spitznamen „Pferdefleischholz“ bekannt) ist eine südamerikanische Hartholzart, die den großen Namen der Holzbranche in nichts nachsteht. Hinsichtlich der Dauerhaftigkeit kann es problemlos mit Schwergewichten wie Bankirai oder Azobé mithalten, ist jedoch häufig etwas günstiger. Charakteristisch ist die tiefdunkle, fleisch- bis purpurbraune Farbgebung, die dem Holz eine besonders edle Ausstrahlung verleiht. Aufgrund seiner außergewöhnlichen Härte eignet sich Massaranduba hervorragend für Terrassen und tragende Konstruktionen. Diese enorme Härte stellt bei der Verarbeitung allerdings auch höhere Anforderungen an Werkzeug und Montage.

Technische Daten auf einen Blick

  • Farbe & Struktur: Frisch geschnitten fleischfarben bis dunkel-, graurot- oder purpurbraun. Feine, gleichmäßige Struktur mit leicht wechseldrehwüchsigem Faserverlauf.

  • Schwind- und Quellverhalten: Ungetrocknet arbeitet das Holz stark. Technisch getrocknetes Holz (KD) zeigt dagegen nur noch ein moderates Quell- und Schwindverhalten und eignet sich hervorragend für Terrassen.

  • Dauerhaftigkeitsklasse: Klasse 1 (sehr dauerhaft).

  • Lebensdauer*: 25 bis 35+ Jahre (bei oberirdischer Verwendung im Außenbereich).

  • Geeignet für: Terrassendielen, Blockhausprofile, schwere Tragkonstruktionen und Steganlagen.

  • Vorteile: Attraktiver Preis, extrem robust, sehr verschleißfest und gleichmäßige Vergrauung.

  • Nachteile: Sehr hart (erschwerte Bearbeitung), Neigung zu Endrissen, ungetrocknet stark arbeitend.

  • Herkunft: Südamerika

  • Vergleichbare Holzarten: Bankirai, Azobé, Cumaru, Mukulungu

*Bei fachgerechter Montage und regelmäßiger Pflege.

Vor- und Nachteile

asset

Vorteile

  • Attraktiver Preis: In der Regel etwas günstiger als vergleichbares Bankirai-Holz.

  • Sehr hohe Dauerhaftigkeit: Dank Dauerhaftigkeitsklasse 1 eignet sich das Holz für jahrzehntelangen Einsatz im Außenbereich.

  • Außergewöhnlich verschleißfest: Mit einer Rohdichte von etwa 950 bis 1.600 kg/m³ ist das Holz extrem widerstandsfähig gegen Beschädigungen.

  • Edle Optik: Die dunkle, intensive Farbgebung verleiht Terrassen und Konstruktionen eine besonders hochwertige Ausstrahlung.

Nachteile

  • Extrem hart: Sägen, Bohren und Verschrauben sind deutlich anspruchsvoller als bei vielen anderen Harthölzern.

  • Technische Trocknung erforderlich: Frisch gesägtes Massaranduba arbeitet sehr stark und sollte für Terrassen ausschließlich technisch getrocknet (KD) verwendet werden.

  • Gefahr abbrechender Schrauben: Ohne sorgfältiges Vorbohren können Schrauben sofort oder später durch Spannungen im Holz brechen.

  • Neigung zu Endrissen: Aufgrund der hohen Dichte können an den Stirnseiten kleinere Risse entstehen.

Eigenschaften & Anwendungsbereiche

Massaranduba ist ein echtes Schwergewicht unter den Harthölzern und erreicht eine Rohdichte von bis zu 1.600 kg/m³. Dadurch eignet sich das Holz hervorragend für stark beanspruchte Außenbereiche wie Terrassen, Stege oder tragende Konstruktionen.

Im Vergleich zu Bankirai liegen die größten Unterschiede vor allem in der Farbe, der Härte und der Herkunft. Massaranduba ist insbesondere in den ersten Jahren deutlich dunkler und rötlicher als Bankirai und stammt aus Südamerika statt aus Asien.

Da frisches Massaranduba-Holz von Natur aus sehr „unruhig“ ist und stark auf Feuchtigkeitsschwankungen reagiert, sollte für Terrassendielen oder Sichtschutzelemente ausschließlich technisch getrocknetes Holz (KD) verwendet werden. Durch die technische Trocknung werden innere Spannungen reduziert und spätere Verformungen sowie übermäßiges Quellen und Schwinden deutlich minimiert.

Montage- und Verarbeitungstipps

Vorbohren ist zwingend erforderlich

Es kann nicht oft genug betont werden: Massaranduba ist extrem hart. Ohne Vorbohren brechen Schrauben häufig bereits beim Einschrauben ab, zudem steigt die Gefahr von Rissbildungen im Holz. Selbst wenn Schrauben zunächst halten, können vorgeschädigte Schraubenköpfe durch die verbleibenden Holzbewegungen später abbrechen.

Verwenden Sie daher stets hochwertige Hartmetallbohrer sowie besonders stabile Edelstahlschrauben (z. B. 5 × 50 mm aus Edelstahl A2 oder A4).

Ausreichende Fugen einhalten

Auch technisch getrocknetes Massaranduba arbeitet noch geringfügig. Zwischen Terrassendielen sollte daher stets ein Abstand von mindestens 8 mm eingehalten werden.

Gute Verleimbarkeit

Im trockenen Zustand lässt sich Massaranduba überraschend gut verleimen. Die feine und dichte Holzstruktur unterstützt eine zuverlässige Klebeverbindung.

Atemwege schützen

Bei der Bearbeitung kann feiner Holzstaub entstehen, der Haut und Atemwege reizen kann. Tragen Sie deshalb bei Säge- und Schleifarbeiten eine geeignete Staubmaske oder sorgen Sie für eine wirksame Absaugung.

Pflege

Massaranduba nimmt aufgrund seiner hohen Dichte nur sehr wenig Feuchtigkeit auf. Dadurch bleibt die Oberfläche auch bei feuchter Witterung vergleichsweise widerstandsfähig. Um eine dauerhaft rutschfeste Oberfläche zu gewährleisten, empfiehlt es sich jedoch, Terrassendielen regelmäßig von Algen, Schmutz und Laub zu befreien.

Für die Haltbarkeit benötigt Massaranduba keinerlei Oberflächenbehandlung. Unbehandelt entwickelt das Holz mit der Zeit eine gleichmäßige und elegante silbergraue Patina.

Wer die ursprüngliche warme rot- bis purpurbraune Farbgebung erhalten möchte, sollte das Holz regelmäßig mit einer pigmentierten Hartholzpflege behandeln. So bleibt die intensive Farbe über viele Jahre erhalten.

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