Lärchenholz
Warme, robuste Ausstrahlung – Relativ schweres Nadelholz – Hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis
Lärchenholz (oft gemeinsam mit Douglasienholz genannt) gehört zweifellos zu den beliebtesten Holzarten für Außenkonstruktionen. Mit seinem warmen, gelb- bis rosabraunen Farbton und seiner robusten Struktur verleiht es jeder Terrassenüberdachung, jedem Carport oder Zaun sofort eine natürliche und hochwertige Ausstrahlung.
Obwohl Lärche ein Nadelholz ist, zählt sie zu den schwereren und widerstandsfähigeren Vertretern ihrer Art. Bei fachgerechter Montage und ohne direkten Erdkontakt bietet Lärchenholz eine attraktive und preiswerte Grundlage für nahezu jedes Gartenprojekt.
Technische Daten auf einen Blick
Farbe & Struktur: Helle gelbbraune bis rosafarbene Tönung mit mittelfeiner Maserung und überwiegend geradem Faserverlauf
Formstabilität: Mittel bis hoch. Das Holz reagiert auf Feuchtigkeits- und Temperaturänderungen und entwickelt dabei natürliche Trockenrisse, insbesondere an den Stirnseiten.
Dauerhaftigkeitsklasse: Klasse 3. Sibirische Lärche ist etwas dauerhafter.
Lebensdauer*: 7–10 Jahre (unbehandelt oberirdisch). Durch Imprägnierung oder geeignete Behandlung kann die Lebensdauer auf über 15 Jahre verlängert werden.
Geeignet für: Terrassenüberdachungen, Zäune, Carports, schwere Holzkonstruktionen, Fassadenverkleidungen (insbesondere aus Sibirischer Lärche)
Vorteile: Attraktive Farbgebung, stark und zäh, preiswert, umweltfreundlich
Nachteile: Nicht für direkten Erdkontakt geeignet, Rissbildung möglich, harzhaltig, empfindlich gegenüber Verschmutzungen
Herkunft: Europa
Vergleichbare Holzarten: Douglasienholz, Kiefernholz, Fichtenholz, Red Cedar
*Bei fachgerechter Montage und Pflege.
Vor- und Nachteile
Vorteile
Attraktive Farbgebung: Der warme Farbton verleiht Bauprojekten eine hochwertige, natürliche und gleichzeitig rustikale Ausstrahlung.
Stark und zäh: Lärche gehört zu den härteren und schwereren europäischen Nadelhölzern.
Preiswert: Sie bietet ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis und ist deutlich günstiger als viele Harthölzer.
Umweltfreundlich: Als europäisches Holz verfügt Lärche über kurze Transportwege und eine vergleichsweise geringe ökologische Belastung.
Nachteile
Nicht für direkten Erdkontakt geeignet: Unbehandeltes Lärchenholz verrottet bei dauerhaftem Bodenkontakt relativ schnell.
Natürliche Rissbildung: Bei warmem und trockenem Wetter entstehen sichtbare Trocknungsrisse, insbesondere an den Stirnseiten von Brettern und Pfosten.
Harzhaltig: Das Holz kann Harztaschen enthalten, die Werkzeuge schneller abstumpfen lassen.
Empfindlich gegenüber Flecken: Unbehandeltes Holz kann durch Feuchtigkeit und Schmutz relativ schnell Verfärbungen entwickeln.
Eigenschaften & Anwendungsbereiche
Lärchen- und Douglasienholz werden in der Praxis häufig gemeinsam verwendet. Unter der Bezeichnung „Lärche/Douglasie“ versteht man meist Holz aus Deutschland, Polen, den Niederlanden, den baltischen Staaten oder Frankreich.
Diese Holzarten sind vergleichsweise schwer und werden der Dauerhaftigkeitsklasse 3 zugeordnet. Bei trockenem und warmem Wetter entstehen häufig natürliche Risse, insbesondere an den Stirnseiten von Brettern und Pfosten. Mit steigender Luftfeuchtigkeit im Herbst schließen sich diese oft wieder teilweise.
Dieser Vorgang ist völlig natürlich, beeinträchtigt die Tragfähigkeit nicht und gehört zum charakteristischen Erscheinungsbild von Lärchenholz.
Wie bei Fichte oder Kiefer können auch bei Lärche Äste und Astansätze vorkommen. Hinsichtlich der Dauerhaftigkeit wird Lärchenholz im Allgemeinen etwas höher bewertet als Fichten- oder Kiefernholz – insbesondere dann, wenn es zusätzlich kesseldruckimprägniert wurde.
Unterschied zwischen Lärche und Douglasie
Die Unterschiede zwischen beiden Holzarten sind gering. Douglasienholz weist meist einen etwas stärkeren Rosaton auf, während Lärchenholz eher gelblich erscheint. Douglasie neigt tendenziell etwas weniger zur Rissbildung, während Lärche als geringfügig dauerhafter gilt. Aus diesem Grund werden beide Holzarten häufig kombiniert eingesetzt. Oft werden beispielsweise massive Pfosten aus Douglasie und Bretter aus Lärche verwendet, um die jeweiligen Vorteile optimal zu nutzen.
Sibirische Lärche (Fassadenverkleidung)
Sibirische Lärche ist eine eigene Qualitätsklasse und sollte nicht direkt mit europäischer Lärche verglichen werden. Durch das extrem kalte Klima wächst der Baum deutlich langsamer. Dadurch entstehen engere Jahresringe, kleinere Äste und eine wesentlich dichtere sowie langlebigere Holzstruktur. Sibirische Lärche erkennt man meist an ihrem etwas gelblicheren Farbton im Vergleich zur europäischen Variante. Sie wird häufig für hochwertige Fassadenverkleidungen eingesetzt, beispielsweise als Schwedenprofil, Stülpschalung oder Rhombusleisten. Das Holz kann unbehandelt an Fassaden montiert werden, arbeitet jedoch etwas stärker als beispielsweise Red Cedar. Demgegenüber steht ein deutlich attraktiverer Preis als bei astfreiem Red Cedar.
Montage- und Verarbeitungstipps
Montage oberhalb des Bodens
Lärchen- und Douglasienholz sollten stets oberhalb des Bodenniveaus montiert werden, damit sie ausreichend belüftet werden und nach Regen schnell trocknen können.
Für Terrassenüberdachungen empfehlen sich Betonfundamente oder Pfostenträger. Bei geschlossenen Wänden oder Zäunen sollte ein Betonsockel verwendet werden, sodass das Holz mindestens 20 cm über dem Boden bleibt.
Direkter Erdkontakt
Soll unbehandeltes Lärchenholz dennoch im Erdreich eingesetzt werden, empfehlen wir Pfosten mit großem Querschnitt. Der untere Bereich sollte großzügig mit Holzteer behandelt werden – mindestens 10 cm oberhalb der Erdoberfläche. Der im Boden befindliche Abschnitt sollte vollständig geschützt werden.
Sägen und Bearbeiten
Lärchenholz lässt sich gut sägen, hobeln und verleimen. Da das Holz kleine, aber sehr harte Harzeinschlüsse enthalten kann, stumpfen Werkzeuge schneller ab. Scharfes Werkzeug ist daher unerlässlich, um saubere Schnitte und Kanten zu erzielen.
Vorbohren
Um Rissbildung zu vermeiden, sollten Schrauben und Nägel nicht zu nah an den Kanten gesetzt werden. Besonders an den Enden von Brettern empfehlen wir das Vorbohren.
Pflege
Behandlung für längere Haltbarkeit und Farberhalt
Da Lärchenholz der Dauerhaftigkeitsklasse 3 zugeordnet wird, empfehlen wir grundsätzlich eine Behandlung mit einer farblosen Holzschutzlasur.
Idealerweise wird die Lasur in zwei Anstrichen aufgetragen. Dadurch erhöht sich die Lebensdauer deutlich, Feuchtigkeit und Schmutz werden besser abgewehrt und die natürliche Holzfarbe bleibt länger erhalten.
Wer eine natürliche Vergrauung bevorzugt, kann eine transparente Lasur verwenden. Je transparenter die Beschichtung ist, desto geringer ist der Schutz vor Vergrauung. Die wasserabweisenden und schützenden Eigenschaften bleiben jedoch weitgehend erhalten.
Entfetten vor der Behandlung
Beim Auftragen von Lasuren oder ähnlichen Holzschutzmitteln können durch natürliche Harzbestandteile gelegentlich Flecken entstehen. Durch gründliches Entfetten der Oberfläche vor der Behandlung wird dieses Risiko minimiert und die Haftung der Lasur deutlich verbessert.