12 apr Fassadenverkleidungen

Welches Holz eignet sich für die Fassadenverkleidung einer Scheunenwohnung?

Scheunenhäuser aus Holz sind sehr beliebt. Diese Häuser mit einem Satteldach haben ein robustes und geradliniges Aussehen. Es gibt Unmengen an Optionen für Holzfassaden von Scheunenhäusern. In diesem Blogpost lesen Sie dazu mehr.

Inhalt des Blogs:
1. Waagrecht oder senkrecht
2. Fein gesägt oder glattgehobelt
3. Holzarten für die Fassade
4. Vor- und Nachteile der Holzarten
5. Schwarzes Fassadenholz


Fassadenverkleidung waagerecht oder senkrecht

Eine senkrechte Fassadenverkleidung ist der Trend von heute. Das ist für diejenigen, die mit einer geschlossenen Fassadenverkleidung arbeiten, mit einem Wechselfalz-Profil möglich. Wer eine offene Fassadenverkleidung möchte, kann auch „schräge“ Rautenprofile senkrecht anbringen. Neben den parallelförmigen Rautenprofilen können Sie auch gerade, normale Bretter als offene Fassadenverkleidung montieren. Handhaben Sie dann 7 mm Zwischenraum für ausreichend Platz. Bei Scheunenhäusern, wo viel Wind steht, raten wir von einem offenen Fassadensystem ab.

Das Gängigste bei schrägen Rauten- oder geraden Latten sind Latten in den Breitenmaßen 68, 90 oder 140 mm. Es ist auch möglich, mit unterschiedlichen Breiten zu variieren.

Für diejenigen, die die Bretter lieber waagerecht anbringen, passen schwedische Stülpschalung Keilstülpschalungsbretter gut zu einem Scheunenhaus. Diese Bretter sind meistens aus sibirischer Lärche oder Roter Zeder und werden dann aufeinandergeschichtet. Schichten Sie die Bretter nicht zu fest aufeinander, sondern handhaben Sie 2 mm Zwischenraum, damit das Holz Platz zum Arbeiten hat.

Fassadenverkleidung einer Scheunenwohnung
Foto: Rote Zeder fein gesägtes Z-Profil in gemischten Breiten (Architekt Cor Kalfsbeek)

Fassadenholz fein gesägt oder glattgehobelt

Bei einem robusten Scheunenhaus aus Holz, dürfen die Bretter gerne rau sein, also fein gesägt. Dies sorgt für ein ländliches Aussehen. Fein gesägtes Holz ist auch besser zu färben als glattgehobeltes Holz. Außerdem ist das Risiko ausbrechender Aststellen, raising grain genannt, bei fein gesägtem Holz geringer.

Wer seinem Scheunenholz einen modernen Touch verleihen möchte, kann auch mit glattgehobelten Latten arbeiten. Im Bereich der glattgehobelten Hölzer sind thermisch modifizierte Holzarten, wie Ayous und Fraké äußerst beliebt. Dabei wurde das Holz unter Dampfdruck umweltfreundlich nachhaltiger gemacht. Thermisches Ayous ist sehr geradlinig und nahezu ohne Aststellen, Fraké hingegen ist mit Pinholes und auffälliger Maserungsstruktur ausgesprochen lebendig. 

Rotzedernholz und sibirische Lärche können sowohl glattgehobelt als auch fein gesägt verwendet werden.

Fassadenverkleidung aus Ayous Hartholz
Foto: Ayous Wechselfalz glattgehobelt

Die Wahl des Profils für einen fein gesägten und waagerechten Verwendungszweck sind 140 oder extra breite 190 mm Keilstülpschalungsbretter aus Roter Zeder oder der etwas günstigeren sibirischen Lärche. Bei senkrechter Ausrichtung kann man bei fein gesägtem Holz ein sogenanntes Z-Profi anbringen oder mit rauen Standard-Brettern mit einem offenen Fassadensystem arbeiten.

Holzarten für die Fassade

Nicht alle Holzarten sind für die Montage auf Fassaden von Häusern geeignet. Nur die stabileren, nicht zu schweren und nachhaltigen Arten, die die warme Luft von innen und die kalte Luft von draußen gut vertragen. Einige Unternehmen denken sich sogar hippe Namen für Holzarten aus, wir empfehlen immer, sich nach der zugrunde liegenden Holzart und der eventuellen Behandlung zu erkundigen.

Fassadenbrett aus sibirischer Lärche

Foto (oben): Sibirische Lärche 19 x 145 mm Bretter fein gesägt für einen offenen Giebel

Sibirisches Lärchenholz 19 x 145 mm PlankenFoto: offene Fassadenverkleidung mit geradlinigen Latten aus sibirischer Lärche mit gemischten Breiten, behandelt mit Teknos Drywood grauer Fassadenlasur.

Vor- und Nachteile Fassadenholzarten

  • Sibirische Lärche: +günstig +gut überstreichbar 
  • Thermisch modifiziertes Ayous: +Leichtgewicht +moderner Look (kaum Aststellen)
  • Western Rote Zeder*: +nachhaltig: +Leichtgewicht - hoher Preis -lässt sich nicht gut behandeln (fettig) * achten Sie auf die 2 Qualitäten bei dieser Holzart, das fehlerfreie C&B und die mäßigere STK Variante.
  • Thermisch modifiziertes Fraké: +härter als Ayous -für den Liebhaber, nicht jeder mag Pinholes und eine auffällige Maserungsstruktur.
  • Radiata Pine: +lässt sich gut behandeln +die Basis des Accoya Holzes - kommt ganz aus Neuseeland, starke Transportverschmutzung.

Schwarze Fassadenverkleidung

Foto: Rote Zeder schwarz lasiert mit Teknos Drywood schwarzer Fassadenlasur

Schwarzes Fassadenholz...

Ein schwarzes Scheunenhaus sieht an sich gut aus, aber irgendwie ist es auch eine kleine Sünde, eine schwarze Farbschicht auf teurem Fassadenholz aufzutragen. Durch die schwarze Farbe verschwindet die gesamte Holzstruktur, die der Fassade gerade den Charme verleiht. Schwarzes Holz wird zudem auch noch sehr heiß, bis zu ganzen 70 Grad, und arbeitet dadurch mehr. Ziehen Sie also auf alle Fälle in Erwägung, die Holzfarbe zu behalten. Sie können sie auf Wunsch auch transparent ölen lassen. 

Wie verkleiden Sie Ihr Scheunenhaus mit Holz? Erzählen Sie es uns! Schauen Sie sich unbedingt auch noch unsere Heimwerkervideos an und lesen Sie unsere Montagetipps zum Anbringen der Fassadenverkleidung, sowie die am häufigsten gemachten Fehler beim Montieren von Fassadenholz.