Offene oder geschlossene Fassadenverkleidung? Die Unterschiede und Vorteile im Überblick
Nicht nur eine schöne Inneneinrichtung zählt, die Optik Ihrer Fassade ist mindestens genauso wichtig. Ihre Fassade ist schließlich die Visitenkarte Ihres Hauses. Aber wofür entscheiden Sie sich: Setzen Sie auf eine moderne offene Fassade oder doch lieber auf eine schlichte, geschlossene Variante?
Sind Sie neugierig auf die Vor- und Nachteile dieser beiden Verkleidungsarten? Lesen Sie weiter und entdecken Sie, was eine offene oder geschlossene Fassade für Ihr Zuhause so einzigartig macht.
Offene Fassadenverkleidung
Möchten Sie eine Fassade mit einem wirklich dynamischen Design? Dann ist eine offene Fassade eine hervorragende Wahl. Bei dieser Optik werden die Bretter mit einem kleinen Abstand montiert, was Ihrem Haus sofort eine luxuriöse und luftige Ausstrahlung verleiht.
Worauf sollten Sie bei der Montage einer offenen Fassade achten?
Bei der Montage ist Belüftung das Zauberwort. Halten Sie daher immer ausreichend Abstand zwischen den Brettern – wir empfehlen in der Regel einen Abstand von 7 bis 10 mm. So hat der Wind freien Zugang und das Holz kann nach einem Regenschauer rundum gut trocknen.
Damit diese Belüftung optimal funktioniert, benötigt eine offene Fassade eine gute Unterkonstruktion. Beginnen Sie immer mit der Anbringung einer wasserabweisenden, diffusionsoffenen und UV-beständigen Folie. Da man bei einer offenen Fassade durch die Fugen hindurchsehen kann, empfehlen wir eine schwarze Variante. Darauf montieren Sie anschließend vertikale oder horizontale Lüftungslatten. Wenn auch diese schwarz ausgeführt sind, verschwinden sie optisch im Schatten der Zwischenräume und es bleiben nur die klaren Linien des Fassadenholzes sichtbar.
Vergessen Sie auch die Unterseite Ihrer Fassade nicht. Achten Sie darauf, dass die unteren Bretter etwa 30 cm über dem Boden angebracht sind. Eine clevere und zugleich schöne Lösung ist ein Sockel aus Ziegel oder Beton. So verhindern Sie, dass Spritzwasser und Schmutz Ihre neue Fassadenverkleidung direkt angreifen und die Belüftung an der Unterseite blockiert wird.
Vorteile einer offenen Fassade:
Längere Lebensdauer als eine geschlossene Fassade
Verspieltes und modernes Design
Nachteil einer offenen Fassade:
Schmutz kann sich in der Fassade ablagern
Welche Profile eignen sich für eine offene Fassade?
Wir haben einige Fassadenprofile für Sie zusammengestellt, mit denen Sie diese luxuriöse, offene Optik erzielen können. Wählen Sie zum Beispiel ein Rhombusprofil: Dieses rautenförmige Profil verleiht Ihrer Fassade eine klare, moderne Optik und sorgt durch die Abstände zwischen den Leisten für die charakteristische offene Struktur. Möchten Sie etwas ganz Besonderes? Durch das Kombinieren von Leisten in unterschiedlichen Größen entsteht eine auffällige Fassade, die lange interessant bleibt.
Diese Profile werden häufig aus hochwertigen Materialien wie thermisch modifiziertem Fraké gefertigt. Dieses Holz ist für seine hohe Stabilität und lange Lebensdauer bekannt – ideal für offene Systeme. So schaffen Sie eine nachhaltige und einzigartige Fassade, die technisch überzeugt und zugleich fantastisch aussieht.
Die geschlossene Fassadenverkleidung
Natürlich können Sie sich auch für eine moderne, klare geschlossene Fassade entscheiden. Während eine offene Fassade mit ihren Zwischenräumen ein lebendiges Linienbild erzeugt, wirkt ein geschlossenes System ruhig und solide. Bei dieser Fassadenart werden die Bretter nahtlos aneinander montiert oder überlappend angebracht. Dadurch entsteht eine schöne und klare Abgrenzung zwischen Fenstern und der übrigen Fassade.
Ein großer praktischer Vorteil gegenüber einem offenen System ist, dass Schmutz, Staub und Spinnweben keine Chance haben, sich zwischen den Fassadenbrettern festzusetzen. Zudem ist die Unterkonstruktion oft kostengünstiger, da in der Regel keine spezielle UV-beständige Folie erforderlich ist.
Worauf sollten Sie bei einer geschlossenen Fassade achten?
Auch hier ist eine gute Hinterlüftung entscheidend. Eine ausreichende Luftzirkulation hinter den Brettern führt Kondensfeuchtigkeit ab und verlängert die Lebensdauer Ihres Fassadenholzes erheblich. Planen Sie daher sorgfältig die benötigten Baufolien, bevor Sie mit der Montage beginnen.
Arbeiten Sie mit echtem Holz? Dann bedenken Sie, dass Holz durch Witterungseinflüsse arbeitet. Halten Sie ausreichend Abstand ein und lassen Sie beispielsweise mindestens 2 cm Abstand zu Dachkanten oder Blenden. So hat das Holz genügend Raum zum Ausdehnen und Schrumpfen, ohne dass Spannungen entstehen.
Vorteile einer geschlossenen Fassade:
Kein Schmutz oder Spinnen in der Fassade
Saubere, klare Optik
Nachteile einer geschlossenen Fassade:
Risiko von Feuchtigkeit hinter der Verkleidung (geringere Belüftung)
Welche Profile eignen sich für eine geschlossene Fassade?
Planen Sie eine klare, geschlossene Fassade? Wir haben einige besondere Profile für Sie zusammengestellt. Für eine lebendige Optik eignet sich ein Triple-Blockprofil aus thermisch modifiziertem Fraké. Damit schaffen Sie ein modernes Linienbild bei gleichzeitig geschlossener Oberfläche. Für eine klassische und luxuriöse Ausstrahlung sind Bankirai-Hartholzprofile eine ausgezeichnete Wahl. Suchen Sie eine nahezu wartungsfreie Lösung? Dann sind Fassadenprofile aus langlebigem Kunststoff-Komposit eine gute Option.
Fazit
Die Wahl zwischen einer offenen und einer geschlossenen Fassade hängt vor allem von der gewünschten Optik und dem Pflegeaufwand ab. Mit einer offenen Fassade entscheiden Sie sich für eine einzigartige, dynamische Ausstrahlung mit optimaler Belüftung und modernem Linienbild. Bevorzugen Sie eine klare und zeitgemäße Optik? Dann bietet eine geschlossene Fassade ein ruhiges Erscheinungsbild, bei dem Schmutz und Ungeziefer keine Chance haben.
Wofür Sie sich auch entscheiden – mit der richtigen Montage und den passenden Materialien wird Ihre Fassade zur Visitenkarte Ihres Hauses!
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