27 feb Blockhäuser

Die unterschiedlichen Dachformen für Gartenhäuser - eine kurze Übersicht

Das wohl am leichtesten zu erkennende Merkmal, in welchem sich Gartenhäuser unterscheiden, ist die Form des Daches. Hier gibt es zahlreiche verschiedene Optionen, aus denen sich wählen lässt. Diese unterscheiden sich häufig nicht nur in der Optik, sondern bieten auch funktionell viele Unterschiede. Im folgenden Artikel werden diese Unterschiede kurz beleuchtet sowie die Vor- beziehungsweise Nachteile der jeweiligen Dachform beschrieben. So hängt es auch von dem Standort des jeweiligen Gartenhauses ab, welche Dachform sich am besten eignet. Dazu aber mehr später in dem Artikel.

Inhalt des Blogs:
1. Das Satteldach
2. Das Pultdach
3. Das Flachdach
4. Das Tonnendach
5. Das Zeltdach
6. Das Walmdach

 

Das Satteldach

Die bekannteste und am weitesten verbreitete Dachform ist das Satteldach. Dieses zeichnet sich durch zwei geneigte Dachflächen aus, die sich am höchsten Punkt des Daches, dem Dachfirst, treffen. Die geneigten Dachflächen bieten eine Vielzahl an Vorteilen, wie zum Beispiel, dass Wasser leicht ablaufen kann und somit das Risiko von Wasserschäden am Dach reduziert wird. Zudem verhindern niedrigere Dachneigungen, dass Schneemassen in schneereichen Regionen vom Dach abrutschen können. Neben diesen funktionellen Vorteilen bietet das Satteldach durch die Bauweise ebenfalls zusätzlichen Raum im Dachstuhl, welcher als Stauraum genutzt werden kann. Diese optischen als auch funktionellen Vorteile sind der Grund dafür, dass diese Dachform schon seit Jahrhunderten beim Hausbau verwendet wird.

 Alle Vorteile des Satteldaches noch einmal auf einen Blick:

  • Vergleichsweise einfache Konstruktion, welche es deutlich weniger kosten- sowie planungsintensiv macht im Vergleich zu anderen Dachformen

  • Regen kann leicht ablaufen

  • Kann in vielen Varianten genutzt werden z.B. mit unterschiedlicher Dachneigung oder Dacheindeckungen

Das Pultdach 

Das Pultdach verdankt seinen Namen der Ähnlichkeit mit einem Rednerpult oder einem traditionellen Schulpult. Jedoch auch als Dach für beispielsweise ein Gartenhaus eignet sich diese eher unkonventionelle Dachform. Diese bietet neben der modernen Optik auch einige funktionelle Vorteile. So lässt sich dieses ganz leicht bepflanzen oder mit Solaranlagen bedecken. Wichtig hierbei ist die Ausrichtung zur Sonnenseite, um hier die optimale Leistung zu entfalten.

Alle Vorteile des Pultdaches noch einmal auf einen Blick:

  • Vergleichsweise kostengünstige Variante

  • Sehr simple Konstruktion

  • Eignet sich ideal für Photovoltaikanlagen 

Das Flachdach 

Das Flachdach ist nicht, wie es der Name vermuten lassen würde, komplett flach. So hat diese Dachform generell eine sehr leichte Neigung, die verhindern soll, dass sich Wasser auf dem Dach ansammelt. Diese Mindestneigung von 1,1 Grad  bietet den Vorteil, dass somit das Risiko von Wasserschäden am Dach eingeschränkt wird und eine höhere Lebensdauer des Daches gewährleistet wird. Neben diesen funktionellen Vorteilen ist ein Gartenhaus mit Flachdach garantiert in jedem Garten ein echter Hingucker, da dieses durch eine moderne, sowie zeitlose Optik besticht.

Alle Vorteile des Flachdaches noch einmal auf einen Blick:

  • Kein Flächenverlust durch Schrägen

  • Grünflächen auf dem Dach möglich

  • Bei guter Statik kann man aufstocken

Das Tonnendach

Seinen Namen verdankt das Tonnendach, wie es sich vermuten lässt, der Ähnlichkeit mit einer halbierten und liegenden Tonne. Dies bietet einige funktionelle Vorteile, so kann beispielsweise Regen sehr leicht ablaufen und das Risiko von Wasserschäden am Dach wird somit reduziert. Zudem eignet sich das Tonnendach auch ideal zum Anbau von Pflanzen, da durch die Bauweise einige energetische Vorteile geschafft werden. Sollten keine Pflanzen in dem Gartenhaus angebaut werden, so bieten Gartenhäuser mit Tonnendach auch viel Stauraum, welcher durch den Raumgewinn aufgrund der Bauweise des Daches entsteht.

Entgegen der modernen Bauweise ist das Tonnendach jedoch keinesfalles eine neue Dachform. So sind die ersten Häuser mit Tonnendach bereits einige Jahrtausende v. Chr. erbaut worden und wird es heutzutage gelegentlich für Dächer von Industriebauten und sonstige großflächige Überdachungen verwendet. Generell lässt sich aber sagen, dass diese Dachform eher selten verwendet wird und somit mehr von Kennern geschätzt wird. 

Alle Vorteile des Tonnendaches noch einmal auf einen Blick:

  • Außergewöhnliche Optik

  • Energetischer Vorteil 

Das Zeltdach

Ein Zeltdach lässt sich, wie es sich vermuten lässt, anhand der Ähnlichkeit mit einem Zelt erkennen. Dieses besteht aus vier symmetrischen Dachflächen, welche am höchsten Punkt des Daches, dem Dachfirst, zusammenlaufen. Diese Dachform ist eher selten, was auch an dem entsprechenden Preis liegen kann, da dieses bautechnisch sehr anspruchsvoll ist.

Alle Vorteile des Zeltdaches noch einmal auf einen Blick:

  • Keine Sorgen bei Schnee und Regen

  • Viel Stauraum unter dem Dach

  • Gut geeignet für Photovoltaik (Neigung: > 25 Grad)

Das Walmdach

Das Walmdach lässt sich als Kombination aus dem Zeltdach sowie Satteldach ansehen. So treffen bei dieser Dachform ebenfall vier Dachflächen am höchsten Punkt des Daches aufeinander. Nur ist es bei diesem Dach kein höchster Punkt, bei dem sich die Dachflächen treffen, sondern ein langer Dachfirst, ähnlich wie bei einem Satteldach. Je nach Region ist es auch unter den Namen Holländisches Dach, Schopfdach, Walbendach oder Haubendach bekannt. Ebenfall bietet diese Dachform auch viele funktionelle Vorteile, so kann zum Beispiel Regenwasser leicht ablaufen wodurch eine längere Lebensdauer des Daches gewährleistet werden kann. Zudem bietet der Raum im Dachstuhl zusätzlichen Stauraum, in dem Gartengeräte oder andere Dinge verstaut werden können.

Alle Vorteile des Walmdaches noch einmal auf einen Blick:

  • Guter Schutz vor Wind und Wetter

  • Hervorragende Eignung für Photovolaik-Anlagen und Solarthermie

  • Dachverlängerung bis zum Boden schafft zusätzlichen Platz / Stauraum