Pinholes in Hartholz
Wie sieht das aus?
Pinholes erkennen Sie als winzige, runde Löcher im Holz, meist nicht größer als 1 bis 2 Millimeter. Die Löcher sind vollständig leer und weisen oft einen charakteristischen dunklen Rand auf. Innerhalb des Gadero-Sortiments tritt dieses natürliche Phänomen vor allem bei tropischen Harthölzern wie Bangkirai und Ipé auf, aber auch bei thermisch modifiziertem Fraké.
Wie entsteht das?
Keine Sorge: Diese kleinen Löcher wurden zwar ursprünglich von Insekten verursacht, doch diese sind längst nicht mehr am Leben!
Ernährung über Saftströme: Die Insekten (häufig der sogenannte Ambrosiakäfer) leben ausschließlich im noch wachsenden Baum in den Tropen. Sie bohren kleine Gänge, um sich von den aktiven Saftströmen des lebenden Baumes zu ernähren.
Natürlicher Stopp: Sobald der Baum für die Holzproduktion gefällt wird, stoppt dieser Saftstrom sofort. Damit verschwindet die einzige Nahrungsquelle, wodurch die Insekten unmittelbar absterben.
Keine Überlebenschance in Europa: Diese Insekten sind zudem vollständig auf ein tropisches Klima angewiesen. In unserem wechselhaften europäischen Klima oder in verarbeitetem, „totem“ Holz können sie nicht überleben. Das gelieferte Holz enthält daher niemals aktive Insekten.
Was bedeutet das für mich?
Da Pinholes ein rein natürliches Merkmal von tropischem (Hart-)Holz sind, haben sie keinerlei negativen Einfluss auf die Festigkeit, Tragfähigkeit oder Lebensdauer Ihrer Terrasse, Ihres Zauns oder Ihrer Fassade.
Keine Garantie: Da Pinholes zum natürlichen Charakter der genannten Holzarten gehören, keinen technischen Mangel darstellen und die Qualität nicht beeinträchtigen, fallen sie grundsätzlich nicht unter die Garantie.
Optisch kaschieren (Tipp!): Empfinden Sie die kleinen Löcher optisch als störend? Durch eine Behandlung des Holzes nach der Montage mit Öl oder Lasur (vorzugsweise mit Farbpigmenten) werden die Löcher optisch „geschlossen“ und fallen kaum noch auf.
Sehr starke Ausprägung: Ist ein Brett extrem stark von Pinholes durchzogen und entspricht optisch nicht den Erwartungen an die Sichtseite, kontaktieren Sie bitte unseren Kundenservice.
Zweifel an Holzschädlingen? Machen Sie den Sägemehl-Test!
Sind Sie unsicher, ob es sich um harmlose, alte Pinholes handelt oder befürchten Sie aktiven Holzwurm (was bei unbehandeltem Nadelholz selten vorkommen kann)? Führen Sie folgenden einfachen Test durch: Legen Sie das Brett mit den Löchern nach unten auf eine glatte, saubere Oberfläche (oder auf ein dunkles Blatt Papier). Prüfen Sie nach 24 Stunden, ob frisches, helles Bohrmehl darunter liegt.
Kein Bohrmehl: Dann handelt es sich garantiert um harmlose, inaktive Pinholes.
Frisches Bohrmehl vorhanden: Nehmen Sie in diesem Fall bitte umgehend Kontakt mit uns auf!