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Bambus

Extrem ökologisch (sehr schnelles Wachstum) – sehr hart & stabil – luxuriöse, natürliche Ausstrahlung

Bambus wird in immer mehr Anwendungen eingesetzt. Von hochwertigen Terrassendielen mit unsichtbaren Clips bis hin zu extra dicken Bambusstangen für Sichtschutzzäune. Auch Wandverkleidungen für Messen, moderne Fassadenverkleidungen oder extrem robuste Innenböden sind möglich. Was viele nicht wissen: Bambus ist kein Baum, sondern ein Gras (und das Lieblingsfutter des Pandas). Da Bambus von Natur aus viele Zucker enthält, erfordert er eine fachgerechte Verarbeitung, um ihn für den Außenbereich haltbar zu machen. Dies gelingt am besten durch thermische Modifikation der Bambusfasern und anschließendes Verpressen unter extrem hohem Druck. Das Ergebnis ist ein extrem starkes, langlebiges und optisch sehr hochwertiges Material.

Technische Daten im Überblick

  • Farbe & Struktur: Warmes, braunes (karamellfarbenes) Erscheinungsbild. Da es sich um ein Gras handelt, besitzt Bambus keine Äste oder Knoten, sondern eine sehr gleichmäßige, lineare Faserstruktur.

  • Formverhalten: Sehr gering. Durch thermische Behandlung und hohen Pressdruck ist Bambus im Außenbereich äußerst stabil und formfest.

  • Dauerhaftigkeitsklasse: Unbehandelt: Klasse 3 – thermisch modifiziert und gepresst: Klasse 1

  • Lebensdauer*: 15–25 Jahre

  • Geeignet für: Terrassen (auch ideal für Poolbereiche oder Balkone), Fassadenverkleidungen, Sichtschutzzäune, Wandverkleidungen und stark beanspruchte Innenböden

  • Vorteile: Extrem nachhaltige Herkunft, sehr hart und massiv, umweltfreundlich, hochwertige Alternative zu WPC

  • Nachteile: Anfällig für Oberflächenschmutz, sehr schwer, Vergrauung, enthält natürliche Zuckerstoffe

  • Herkunft: Vor allem Asien (China) und Teile Südamerikas

  • Vergleichbare Materialien: WPC (Composit), Ipé, Padouk

*Bei fachgerechter Verlegung und Pflege

Vor- und Nachteile

asset

Vorteile

  • Extrem nachhaltige Herkunft: Bambus wächst bis zu 1 Meter pro Tag. Nach der Ernte wächst die Pflanze aus dem Wurzelsystem weiter – es kommt nicht zu Abholzung.

  • Sehr hart und massiv: Oft härter und widerstandsfähiger als Eiche oder tropisches Hartholz.

  • Hochwertige Alternative zu WPC: Bambus vereint viele Vorteile von Verbundwerkstoffen, bietet jedoch eine deutlich natürlichere und wärmere Optik.

Nachteile

  • Anfällig für Oberflächenschmutz: Ohne regelmäßige Reinigung (Fegen) können durch Schmutz und Feuchtigkeit dunkle Flecken entstehen.

  • Sehr schwer: Durch das hohe Pressgewicht besitzen die Dielen eine sehr hohe Dichte.

  • Vergrauung: Wie Holz vergraut Bambus unter UV-Einfluss relativ schnell, sofern er nicht regelmäßig geölt wird.

  • Enthält natürliche Zuckerstoffe: Erfordert eine intensive thermische Behandlung vor der Außenverwendung.

Eigenschaften & Anwendungen

Bambus bietet zahlreiche Vorteile und besitzt ein außergewöhnlich nachhaltiges „grünes“ Image. Einige Bambusarten wachsen mehr als einen Meter pro Tag und sind bereits nach etwa 5 Jahren erntereif. Nach dem Schnitt wächst die Pflanze aus dem Wurzelsystem weiter, wodurch weder Abholzung noch Bodenerosion entsteht. Zudem kann die gesamte Pflanze verwertet werden, sodass kaum Abfall entsteht – eine besonders umweltfreundliche Lösung. Thermisch modifizierter Bambus wird zudem ohne chemische Zusätze verarbeitet.

Bambus ist ein natürliches Material und sorgt mühelos für eine ruhige, exotische und luxuriöse Atmosphäre im Garten. Nachhaltigkeit und natürliche Optik gehen bei Bambusdielen perfekt zusammen. Im Vergleich zu vielen Holzarten bietet Bambus nach der Modifikation eine sehr hohe Beständigkeit gegen Feuchtigkeit, Fäulnis und Schimmel.

Damit vereint er viele Vorteile von WPC-Terrassendielen. Der große Vorteil gegenüber WPC ist jedoch die deutlich natürlichere und wärmere Optik. Bambus ist typischerweise warm braun, wobei je nach Verarbeitung verschiedene Farbnuancen von hell bis dunkel verfügbar sind.

Montage- und Verarbeitungstipps

  • Unsichtbare Befestigung: Bambus-Terrassendielen und Fassadenprofile verfügen häufig über eine Nut, sodass sie mit speziellen unsichtbaren Edelstahlclips montiert werden können. Das sorgt für ein besonders sauberes, schraubenloses Erscheinungsbild.

  • Vorbohren ist Pflicht: Bambus ist extrem hart. Beim Verschrauben ist Vorbohren zwingend erforderlich. Verwenden Sie außerdem sehr scharfe Sägewerkzeuge.

  • Belüftung sicherstellen: Unter Bambusterrassen sollte stets ausreichend Belüftungsraum vorhanden sein (mindestens 5–10 cm), damit das Material gut trocknen und arbeiten kann.

  • Hohes Gewicht beachten: Die Verarbeitung erfordert aufgrund des hohen Gewichts der gepressten Dielen besondere Sorgfalt.

Pflege

Bambusdielen haben bei fachgerechter Montage und Pflege eine Lebensdauer von etwa 15 bis 25 Jahren. Die meisten Produkte sind thermisch modifiziert und mit einer widerstandsfähigen Oberfläche versehen.

Reinigung (Fegen): Da sich Oberflächenschmutz wie Blätter oder Sand ansammeln kann, ist regelmäßiges Fegen mit einem harten Besen wichtig, um dunkle Fleckenbildung zu vermeiden.

Ölen zur Farberhaltung: Bambus vergraut mit der Zeit auf natürliche Weise. Wer die warme karamellfarbene Optik erhalten möchte, sollte die Dielen einmal jährlich mit einem geeigneten Außenöl für Bambus behandeln. Dies bietet zusätzlich Schutz vor Witterungseinflüssen.

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