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Alles über Holzarten

Jedes Gartenprojekt beginnt mit der allerwichtigsten Entscheidung: Welches Holz sollst du verwenden? Holz ist ein wunderschönes, lebendiges Naturprodukt, und keine einzige Diele gleicht der anderen. Jede Holzart hat ihren eigenen, einzigartigen Charakter, ihre eigene Farbe, Lebensdauer und ihren eigenen Preis. Aber woher weißt du, welches Holz perfekt für deine Terrassendielen, deinen Zaun, deine Überdachung oder deine Fassade geeignet ist? Wir helfen dir gerne weiter!

Ob Sie nun auf der Suche nach extrem robustem tropischem Hartholz sind, das jahrzehntelang hält, nach stimmungsvollem und erschwinglichem europäischem Nadelholz oder nach innovativem und umweltfreundlichem thermisch modifiziertem Holz – in unserer Wissensdatenbank finden Sie alle Informationen, die Sie benötigen, um die richtige Wahl zu treffen.

Welche Holzart passt zu meinem Projekt?

Holzart

Preis

Lebensdauer

Pflegeaufwand

Formstabilität (Arbeiten)

Dauerhaftigkeitsklasse

Nadelholz (unbehandelt)

Niedrig

5-15 Jahre

Hoch

Stark

3 & 4

Imprägniertes Holz

Niedrig

15-20 Jahre

Hoch

Stark

3

Thermisch modifiziertes Holz

Mittel

15-25 Jahre

Mittel

Gering

1 & 2

Hartholz

Hoch

20-40 Jahre

Niedrig

Gering

1 & 2

Komposit (WPC)

Hoch

30-40 Jahre

Keiner

Keines

1

Bambus

Hoch

10-20 Jahre

Niedrig

Gering

3

Wichtige Holz-Begriffe

Wenn Sie ein Holzprojekt beginnen, stoßen Sie vielleicht auf Begriffe, von denen Sie noch nie gehört haben. Wir erklären Ihnen die wichtigsten:

Dauerhaftigkeitsklassen

Das ist sozusagen die „Schulnote“ des Holzes. Sie gibt an, wie lange eine Holzart unbehandelt im Außenbereich (oft im Erdkontakt) hält, bevor sie von Holzfäule oder Pilzen angegriffen wird.

  • Klasse 1 (Sehr dauerhaft): Hält 25 Jahre oder länger (z. B. Ipé, Azobé/Bongossi, Padouk).

  • Klasse 2 (Dauerhaft): Hält 15 bis 25 Jahre (z. B. Bankirai, Garapa, Eiche).

  • Klasse 3 (Mäßig dauerhaft): Hält 10 bis 15 Jahre (z. B. Douglasie, Sibirische Lärche).

  • Klasse 4 & 5 (Wenig bis nicht dauerhaft): Hält 5 bis 10 Jahre oder kürzer als 5 Jahre (z. B. unbehandelte Fichte oder Kiefer).

Das „Arbeiten“ von Holz

Holz ist ein Naturprodukt und reagiert auf seine Umgebung (es ist hygroskopisch). „Arbeiten“ ist der Begriff, den wir für das Schwinden und Quellen von Holz verwenden.

  • In nassen, kalten Perioden nimmt das Holz Feuchtigkeit auf und dehnt sich aus (Quellen).

  • In warmen, trockenen Perioden verliert es Feuchtigkeit und zieht sich zusammen (Schwinden).

  • Dieses Arbeiten kann zu Fugen, Rissen oder verzogenen Brettern führen. Deshalb ist es von entscheidender Bedeutung, bei der Montage immer ausreichend „Dehnungsfuge“ (Zwischenraum) einzuhalten!

Sägerau, gehobelt, glatt gehobelt

Hierbei geht es um die Bearbeitung der Holzoberfläche.

  • Sägerau (Rau): Das Holz kommt direkt aus dem Sägewerk. Die Oberfläche ist etwas rauer, weist feine Sägespuren und manchmal kleine Splitter auf. Es sorgt für eine robuste, rustikale und markante Ausstrahlung.

  • Gehobelt: Das Holz wurde maschinell geglättet. Es ist nahezu splitterfrei, fühlt sich glatt an und ist sehr maßhaltig (die Bretter sind überall exakt gleich dick und breit).

  • Glatt gehobelt: Wird oft für Terrassendielen verwendet. Anstelle der bekannten Rillen (Profilierung) ist die Diele komplett flach. Das sieht nicht nur sehr modern aus, sondern ist in der Praxis auch viel leichter sauber zu fegen, wodurch Algen weniger Chancen haben und Ihre Terrasse weniger rutschig wird!

Imprägniert, thermisch modifiziert

Beides sind Methoden, um die Lebensdauer (Dauerhaftigkeitsklasse) von weniger dauerhaftem Holz deutlich zu verlängern, aber die Verfahren unterscheiden sich grundlegend.

  • Imprägniert: Das Holz wird unter hohem Druck mit einem Holzschutzmittel (Chemikalien/Salze) behandelt, um es vor Pilzen, Holzfäule und Insekten zu schützen (Kesseldruckimprägnierung). Dadurch erhält es anfangs oft einen hellgrünen oder braunen Schimmer. Es ist eine sehr kostengünstige Möglichkeit, Nadelholz (wie Kiefer oder Fichte) für den Außenbereich tauglich zu machen.

  • Thermisch modifiziert (Thermoholz): Ein 100 % umweltfreundlicher Prozess, bei dem das Holz nur mit Dampf und extremer Hitze (über 200°C) „gebacken“ wird. Die Zuckerverbindungen verschwinden und die Zellstruktur verändert sich. Das Ergebnis? Das Holz fault nicht mehr, wiegt fast nichts, ist extrem formstabil (arbeitet kaum noch) und erhält eine wunderschöne, warme braune Farbe.

Lasiert, geölt, lackiert

Dies sind die Möglichkeiten, wie Sie Holz selbst behandeln können, um die Farbe zu erhalten oder es vor Schmutz, Feuchtigkeit und UV-Strahlung (Vergrauen) zu schützen.

  • Geölt: Öl zieht tief in die Poren des Holzes ein und pflegt es von innen heraus. Es betont die natürliche Holzmaserung wunderschön und blättert nicht ab. Allerdings müssen Sie Öl relativ oft (jährlich) neu auftragen, da der Schutz schneller verschleißt.

  • Lasiert: Lasur zieht teilweise in das Holz ein, hinterlässt aber auch eine dünne, feuchtigkeitsregulierende (atmungsaktive) Schicht auf der Oberfläche. Sie ist widerstandsfähiger als Öl und schützt hervorragend vor Holzfäule und UV-Strahlung. Erhältlich sowohl in transparent (Holzmaserung bleibt sichtbar) als auch deckend.

  • Lackiert (Gestrichen): Farbe oder Lack verschließt das Holz komplett mit einer deckenden Schicht. Man sieht die natürliche Holzmaserung nicht oder kaum noch. Es bietet den stärksten Schutz gegen die Witterungseinflüsse, aber wenn Feuchtigkeit unter die Lackschicht gelangt (durch eine Beschädigung oder einen Riss), kann die Farbe abblättern und das Holz darunter anfangen zu faulen.

Häufig gestellte Fragen zu Holzarten:

Fazit 

Die Wahl der richtigen Holzart für Ihre Terrasse ist von entscheidender Bedeutung, um einen langlebigen und ästhetisch ansprechenden Außenbereich zu schaffen. Hartholz, imprägniertes Holz, thermisch modifiziertes Holz, WPC (Komposit), Lärche/Douglasie, Bangkirai, Eiche und Kiefer sind einige der beliebtesten verfügbaren Optionen. Jede dieser Holzarten hat ihre ganz eigenen, einzigartigen Eigenschaften und Vorteile. Daher ist es wichtig, die richtige Wahl basierend auf Ihren individuellen Bedürfnissen und Vorlieben zu treffen. Vergessen Sie nicht, Ihre Terrasse regelmäßig zu pflegen, um deren Lebensdauer zu verlängern und dafür zu sorgen, dass sie immer in bestem Zustand erstrahlt.